
Am 21. Oktober machte sich eine bunt gemischte Gruppe aus 28 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 bis 12 gemeinsam mit Frau Fischer und Herrn Heineke auf den Weg nach Paris. Hier berichten zwei von ihnen von ihren Erlebnissen:
Das Verlässlichste an der Deutschen Bahn ist der Fakt, dass man sich nicht auf sie verlassen kann. Um 05:30 Uhr am Leipziger Hauptbahnhof mussten 28 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8, 10 und 11, sowie Frau Fischer und Herr Heineke feststellen, dass sich unsere reservierten Sitzplätze in einem Wagon befanden, welcher leider nicht an unseren Zug angekoppelt war. Dank einiger Sprinteinlagen, die die Verspätung der Deutschen Bahn mühelos ausglichen, konnten wir schlussendlich jedoch unseren TGV erreichen und nahmen Kurs auf Paris.
Am Ziel angekommen, macht wir uns auf den Weg zu unserem Hostel. Das charmante Adveniat mit Garten bot genügend Platz für unsere kleine Reisegruppe. Nach einer kurzen Ruhepause liefen wir gemeinsam zur nahegelegenen Champs-Elysees. In weniger als zehn Minuten befanden wir uns vor dem Denkmal der napoleonischen Kriege und Repräsentanten der Märtyrer der Französischen Revolution – auch bekannt als: Arc de Triomphe de l‘Etoile.
Beim gigagünstigen Monoprix-Supermarkt hatten wir die Möglichkeit, uns selbst zu versorgen. Ob wir die Möglichkeit ergriffen haben oder doch eher zu Five Guys oder McDonalds gegangen sind, sei an diesem Punkt dahingestellt. Jedoch war der malerischste Moment des Abends wahrscheinlich die Bewunderung des funkelnden Eiffelturms. Vom Place de Trocadéro hatten wir an diesem Abend wohl die beste Aussicht auf das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen der Stadt und damit auch die beste Gelegenheit, Bilder dieses Metallgigantens, welcher nur von Nieten zusammengehalten wird, zu schießen. Dies empfand unsere Reisegruppe durchaus als einen gelungenen Abschluss des ersten Tages.
An unserem ersten Morgen frühstückten wir mehr oder weniger zeitgleich und gemeinsam in unserer Unterkunft. Unter anderem bestand unsere erste Mahlzeit des Tages aus Baguette, Croissants und Pain au Chocolat, ebenso aber auch einfaches Brot mit Nuss- oder Fruchtaufstrich. Gegen 08:30 Uhr trafen wir uns dann in der Lobby und brachen schließlich zu unserer ersten Aktivität des Tages auf.
Unser Ziel war der Louvre, welchen wir nach einem kurzen Spaziergang auch recht schnell erreichten. Nach ein paar Fakten zu der Mona Lisa und der Statue Nikes machten wir uns in kleinen Gruppen auf den Weg, das berühmte Museum selbst zu erkunden. Nach einer Flut von Kultur und Kunst durften wir anschließend auch die Gegend um die ehemalige Residenz von König Franz I. erkunden, eh wir uns auf den Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit machten, welche diesem Wort wahrlich sehr gerecht wird. Mitsamt der Sacre Coeur und dem Place du Tertre wirkte der Mont Matre sehr beeindruckend und auch das Innere der Kirche sehr eindrucksvoll. Mit einem der größten Mosaiken der Welt ist die Gebetsstätte etwas sehr besonderes. Gleich daneben befand sich eben genannter Platz, an welchem man jeden halben Meter ein Portrait von sich hätte zeichnen lassen oder jegliche andere Kunst hätte erwerben können. Es mag eventuell nach nicht so viel klingen, aber dennoch waren wir an diesem Abend sehr erschöpft, doch zu unserem Glück wurden wir durch unsere Unterkunft mit Suppe und Crêpes versorgt.
Am Donnerstagmorgen, das Frühstück wie gehabt, war unser erstes Ziel die Katakomben, welche unter einem Großteil Paris‘ verlaufen. Dort angekommen, teilten wir uns in zwei Gruppen, um die Gänge und Hallen zu erkunden. Trotz der unmittelbaren Konfrontation und der gewaltigen Eindrücke blieb das Gesamtbild dieses unterirdischen „Notfallfriedhofs“ jedoch nicht wirklich greifbar für uns. Obwohl uns all das natürlich beschäftigte, begaben wir uns nach 45 Minuten des Erkundens erneut auf den Weg zu einem unserer Tagesziele: der Notre Dame. Während ein Teil unserer Reisegruppe noch ein wenig durch die Stadt schlendern konnte und auf ihre Führung wartete, musste die andere Hälfte enttäuscht feststellen, dass sie wohl nicht mehr hineinkommen würde…Als die Besichtigung begann, standen wir buschtäblich ganz schön im Regen. Daher waren wir umso dankbarer und nachhaltig beeindruckt, als wir endlich die heiligen Hallen betraten.Wir erkundeten das architektonische Meisterwerk aus fast jedem Winkel und wärmten uns wieder auf. Kaum vorstellbar, dass die Kathedrale jahrelang wegen der Schäden des Brandes im Frühjahr 2019 geschlossen war – alles erstrahlte in altehrwürdigem, ehrfürchtigem Glanz.
Im Musée d‘Orsay, welches wir anschließend besuchten, fanden wir uns schon bald großen und kleinen, jedoch immer faszinierende Skulpturen und Gemälden gegenüber. Von Van Gogh bis hin zu einer gigantischen Uhr fand man in dieser alten Bahnhofshalle wirklich jegliche Form der Kunst. Nach erneuter Selbstverpflegung fielen wir auch an diesem Abend erschöpft ins Bett.
An unserem letzten Tag durften wir zu unserem Glück noch einmal eine Stunde mehr schlafen, bis es dann, nach dem Frühstück, für alle noch einen kleinen Spaziergang mit dem Ziel des Invalidengrabes gab. Über eine Brüstung geneigt und uns somit vor dem dem ehemaligen Kaiser Frankreichs verbeugend, erblickten wir dort das Grab Napoleons und rund um ihn herum noch die Gräber einiger seiner Verbündeten. Dort war, wie zu erwarten war, alles groß und prachtvoll. Angefangen mit seinem Sarg bis zu einer beeindruckenden Marmorskulptur entdeckten wir die gewaltigen Innenräume der Grabstätte. Allerdings war dies auch die letzte Attraktion unserer Reise. Nach einem letzten Halt in unserem Hostel, um unser Gepäck zu holen, begaben wir uns auf den Weg hin zum Gare de l‘Est und damit auf den Rückweg. Unsere Reise führte uns über den frankfurter Hauptbahnhof und den Südbahnhof und schlussendlich in unseren letzten Zug nach Leipzig. Wir beendeten diese wirklich angenehme Reise mit ein paar UNO-Spielen und interessanten Gesprächen mit Herrn Heineke im Zug. Ausnahmsweise mal pünktlich trafen wir 21:16 wieder in Leipzig ein und verabschiedeten uns voneinander.
Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass wir diese Reise wirklich sehr genossen haben und uns sehr bei Frau Fischer für ihr enormes Organisationstalent und bei Herrn Heineke für seine gelassenen Art bedanken wollen, denn dies war ein einmaliges und wirklich wundervolles Erlebnis für alle Beteiligten.
ein Text von Louisa Schuster & Theres Jakob (GTA Junge Redakteure)
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