„Gewalt beginnt, wo das Reden aufhört.“ – Hannah Arendt

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf nahmen wir uns heute, am 04. Dezember 2025, den 50. Todestag Hannah Arendts zum Anlass, um die ersten Minuten des Schultages in ihrem Namen zu beginnen.

„Lasst uns über Hannah Arendt reden!“, so die Aufforderung zur ersten Stunde an alle Klassen. Wir behandelten Zitate und sprachen über Biografisches: Die Namensgeberin unserer Schule wurde 1906 geboren. Es war eine Zeit des Umbruchs: Zwei verheerende Weltkriege stehen bald vor der Tür und mit dem Holocaust eines der größten Menschheitsverbrechen. Nur mit Glück konnte sich die Jüdin Hannah Arendt vor den Nazis retten.

Über Paris gelang ihr die Flucht in die USA. Hier fand sie eine neue Heimat, blieb aber Deutschland und vor allem der deutschen Sprache eng verbunden. In der Rückschau auf das alte Europa findet sie auch ihr wissenschaftliches Thema. Sie fragte: Wie entstehen Diktaturen? Wie kann der einzelne Mensch seine Freiheit bewahren und wie kann uns das Denken vor der Macht der Mächtigen schützen?

Unsere Schule trägt den Namen einer Frau deren Gedanken nicht aktueller sein könnten und die Beschäftigung mit ihr kann für jeden von uns ein Gewinn sein.

Falls ihr euch darüber hinaus noch mit Hannah Arendt beschäftigen wollt und mehr darüber erfahren möchten, wer diese Frau war und warum es – unserer bescheidenen Meinung nach – eine sehr gute Idee ist, eine Schule nach ihr zu benennen, so hört euch die neuste Folge unseres Schulpodcasts „ECHO – Stimmen aus dem HAG“ an! Vielleicht möchten auch ihr danach (noch mehr) über Hannah Arendt reden und erfahren.

Text: Herr Heineke, Frau Böhme

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