Eine Woche Frankreich, eine Woche Erasmus-Projekt, eine Woche Eintauchen in eine französische Familie, eine französische Kultur und ein anderes Schulsystem.

Eine Gruppe von 23 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Klassenstufen hatten das große Glück – komplett unterstützt von Erasmus plus – an einem Erasmus-Projekt in Frankreich teilzunehmen. Unser Thema lautete: La Rochelle im Jahr 2076 – wie kann man die Stadt lebenswert erhalten, vorhandene Naturräume nutzen und dem Klimawandel entgegenzutreten.

Während der Hinfahrt von über 12 Stunden stieg die Spannung und als wir am Bahnhof in La Rochelle ankamen, standen schon alle Eltern und Jugendlichen auf dem Bahnsteig. Der erste Abend in der Familie war schon eine neue Erfahrung: späteres Essen, fremdes Bett und natürlich eine neue Sprache.

Am Mittwoch dann starteten wir mit Sprachanimationen, suchten (und fanden) erste Ideen für unsere Projektarbeit und lernten in einer Rallye La Rochelle besser kennen. Der Abend klang am Stand des Atlantik aus und wir waren im Sommer angekommen.

Dass der Ozean einen bedeutenden Einfluss auf das Leben in dieser Gegen hatte und hat erfuhren wir am nächsten Tag auf unserer Exkursion auf die benachbarte Insel Île de Ré. Wir besuchten das Salzmuseum, kosteten erste Crêpes und sammelten wunderschöne Muscheln.

Am Freitag dann lernten wir Unterricht in Frankreich richtig kennen: Die Stunde dauert 55 Minuten, in der Klasse sitzen bis zu 36 Schülerinnen und Schüler, der Tag dauert teilweise bis 18.00 Uhr – auch am Freitag.

Sensationell ist, so wie auch schon am Mittwoch, das Essen in der Kantine der Schule. Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Großartig!

Und nach diesen anstrengenden Tagen endlich Wochenende. Wir verabredeten uns, gingen ins Museum (Aquarium), ans Meer, zum Lasertag, aßen sooo viel und sprachen im Kauderwelsch Französisch, Deutsch und Englisch. Und schliefen viiiiel zu wenig.

Der letzte (Mon)Tag kam viel zu schnell: Wir starteten mit Unterrichtsstunden und arbeiteten am letzten Feinschliff des Projekts. Es entstanden Powerpoints, ein Film, kleine Vorträge und ein Plakat. All unsere Resultate stellten wir vor den Eltern in beiden Sprachen vor. Das war mehr als aufregend!

Nach den Präsentationen stärkten wir uns an einem kleinen Buffet. Toll, dass einige Eltern uns mit Quiche und anderen Köstlichkeiten verwöhnten.

Eine tolle Woche ging zu schnell zu Ende. Merci Erasmus, Madame Lauf et Madame Fischer!

Et á la prochaine!!

Text & Bilder: Anne Fischer

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